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Winkler - Statovci (90+1. Brechmann), Al-Azzawe, Fischer,
Afamefuna - Stanilewicz, Strauch, Garcia (72. Geerkens) -
Al Ghaddiou (75. Galjen), Thier (87. Fünger),
Bornemann (62. Wirtz)
(Theissen - Derbali, Telle, Majetic, Michelbrink, Kafu / Mink) |
Riemann - Winter, da Silva Kiala, Yarbrough, Strujic - Bahn,
Ademi (72. Gaudino) - Castelle (72. Loune),
Sulejmani (72. Gindorf), Oehmichen (78. Elekwa) -
Sillah (78. Schroers)
(Hendriks - Bagkalianis, Meyer, Nadjombe, Wiebe, Torsiello, Wriedt / Selimbegovic) |



Der Weg zur möglichen DFB-Pokal-Qualifikation verläuft in den
letzten Jahren zunehmend unerfreulich. Zum siebten Mal in den letzten 15
Jahren ging es gegen Fortuna Köln.
Der Donnerstagabend-Termin, die englische Woche, der Stau, die schlechte
Sicht und der fiese Bierersatz sind dabei ärgerlich genug. Den Vogel
schossen aber die Boxen vor der Gästekurve ab, die das Stadionerlebnis dank
pausenloser Folter mit kölschem Liedgut auf voller Lautstärke
völlig unerträglich machten. Der Schiedsrichter unterstützte
diesen groben Verstoß gegen die Genfer Konvention noch mit einer
überlangen Halbzeitpause in der gefühlt 17 Lieder je acht Minuten
gespielt wurden. Vor dem Heimberich waren so eine Anzahl von Boxen
übrigens nicht zu sehen. Egal ob Sieg oder Niederlage, größter
Wunsch des Abends war daher: keine Verlängerung!
Die Alemannia wechselte im Vergleich zum Ligaspiel größtenteils
durch; da Silva Kiala und der gelbgesperrte Ademi waren die einzigen in der
Startelf, die auch gegen Verl angefangen hatten. Trotz der vermeintlichen
B-Elf war die Alemannia über weite Strecken spielbestimmend. Mitte der
ersten Halbzeit blockte die Kölner Abwehr erst einige Schüsse ab,
dann köpfte Sillah nach Flanke von Winter knapp am Tor vorbei. Fünf
Minuten vor der Pause setzte sich Castelle halbrechts am Strafraum durch und
traf mit dem rechten Außenrest das linke Lattenkreuz. Zwei Minuten
später landete eine Hereingabe von links bei Sillah, der den Ball vier
Meter vor dem Tor nicht unter Kontrolle bekam. Schließlich hielt vor der
Pause noch Winkler einen harten Abschluss von Sillah.
Der Fortuna reichte ein einizger langer Ball, der von Yarbrough verpasst und
von Thier zum 1:0 ins kurze Eck verwertet wurde. In der 64. Minute hielt
Winkler stark gegen Bahn, in der 74. Minute verzog Castelle einen Schlenzer
in Richtung langes Eck. Loune, Gindorf, Schroers und Elekwa waren mittlerweile
im Spiel, aber auch sie brachten den Ball nicht im Tor unter. Bereits in der
Nachspielzeit verlängerte Yarbrough eine Flanke von Gaudino an den
rechten Pfosten.
Am Ende fehlte das Glück, das man
vor einem Jahr noch gehabt hatte. Immerhin bleiben
weitere Spiele erspart.
