Fr, 25.04.08:
1.FC Kaiserslautern - ALEMANNIA 2:1 (1:1)
Sippel - S. Müller, Ouattara, Schönheim, Lamprecht - Mandjeck, Bellinghausen, Lexa (81. Runström), Bohl (68. Reinert), Simpson - Ziemer (87. Demai)
(Robles - Weigelt, Beda, Jendrisek / Sasic)
Stuckmann - Stehle (74. Polenz), Herzig, Olajengbesi, Lagerblom (83. Pecka) - Plaßhenrich, Lehmann (53. Fiel), Brinkmann, Milchraum - Ebbers, Nemeth
(Straub - Klitzpera, Reghecampf, Krontiris / Seeberger)

Zuschauer: 30482 (ca. 1000 aus Aachen)
Gelb: Ziemer - Lehmann, Stehle, Lagerblom

0:1 Nemeth (3.; Ebbers)
1:1 Bellinghausen (43.)
2:1 Ziemer (62.)













Wenn es schon um nichts mehr geht, kann ein wenig Abwechslung im Spielplan nicht schaden: Die Alemannia spielte zum ersten Mal seit 1999 auf dem Betzenberg, und zum ersten Mal seit 1981 im Stadion. Der Deutsche Meister von 1951, -51, -91 und -98 stand kurz vor dem durch jahrelange Misswirtschaft verdienten Abstieg, hatte aber dank der TuS Koblenz mitten in der Saison abgezogenen acht Punkte plötzlich wieder den Anschluss gefunden. Zudem hatte man zur Rettung Hinz und Kuntz geholt und quatschte die immer noch zahlreichen Fans über Stadionlautsprecher von "Herzblut" voll. Die Gästefans wurden derweil aufgrund eines bizarren Sicherheitskonzepts zu einem Parkplatz im Tal geleitet und durften den Berg zu Fuß erklimmen.
Einige waren gerade erst auf halbem Weg nach oben, als Marius Ebbers an der missglückten Abseitsfalle vorbei steil auf Szilárd Nemeth spielte, der Torwart Sippel umkurvte und den Ball zum frühen 0:1 ins Tor schob. Die Alemannia ruhte sich danach auf der Führung aus. Die schwachen Gastgeber waren zunächst wenig gefährlich, wurden aber durch unsere Passivität stark gemacht. Lamprecht scheiterte nach Hereingabe vom Müller aus fünf Metern am stark reagierenden Thorsten Stuckmann, der auch einen Kopfball von Marius Ebbers aufs eigene Tor aus dem Eck holte. Nachdem auch Müller vor dem Tor versagt hatte, kamen die Gastgeber kurz vor der Pause etwas glücklich zum Ausgleich. Bellinghausen versprang ein langer Ball von Schönheim, der Ball senkte sich über Thorsten Stuckmann an die Latte, und Bellinghausen hatte im Nachschuss wenig Mühe, da weit und breit kein Abwehrspieler zu sehen war.
Nach der Pause wurde die Angelegenheit noch trostloser. Nico Herzig vertändelte im Mittelfeld den Ball, und Seyi Olajengbesi stand zu weit weg von Ziemer, der durch die Beine von Stuckmann zum 2:1 traf.
Insgesamt war es nicht nur der Bielefelder Möchtegernbundesligist, der über 90 Minuten halbherzig auftrat. Damit wurden Kaiserslautern in zwei Tagen insgesamt elf Punkte geschenkt, für die Alemannia war es die fünfte Niederlage im fünften Pflichtspiel auf dem Betzenberg. Der Fairness halber sollten wir im letzten Spiel auch Koblenz die Punkte kampflos überlassen.



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