So, 19.03.33, Rheydt:
SpVgg Sülz 07 - ALEMANNIA 2:1 (1:1, 1:1) n.V.
Kelter - Leers, Pütz - Schmitz, Gausepohl, Plate - Ullrich, Berning, Finken, Zarges, Dumoulin Zolper - Gummer, Baake - Wicke, Münzenberg, Franken - Salomon, J. Schnitzler, Neuß, Strater, Stephan

Zuschauer: 8000 (darunter "zahlreiche" aus Aachen)

0:1 J. Schnitzler (11.)
1:1 Berning (39.)
2:1 Dumoulin ? (93.)

"Alemannia enttäuschte angenehm, spielte sogar durchweg besser, hatte aber kein Glück. Eine unverdiente Niederlage! [...] Strater war durchgekommen und knallte aufs Tor, der nicht sehr sichere Hüter Kelter wehrte nur schwach ab, Salomon erwischte das Leder, schoß aber gegen die Latte; nun stand aber er Torschütze Schnitzler da und beförderte den Ball endgültig und unwiderruflich ins Tor. [...] Hier lieferte Wicke ein grandioses Spiel. So gut haben wir ihn noch nicht gesehen. Er war unbestritten der weitaus beste Mann auf dem Platz und erhielt bei seinen Soloaktionen mehrfach Beifall auf offener Szene, zumal ihn das Publikum gleich zu seinem Liebling erkoren hatte. Münzenbergs Namen muß aber gleich neben ihm genannt werden. Sein Spiel war noch virtuoser. [...] Ganz überraschend fiel in der 40. Minute der Ausgleichstreffer. Der Ball wurde vors Aachener Tor gespielt, Berning und Baake strebten gleichzeitig zu ihm. Berning schoß gegen Baakes Bein, von wo aus der Ball in mäßigem Tempo aufs Tor rollte. Zolper, dem die Sicht versperrt war, erblickte ihn zu spät und ließ ihn ungehindert ins Tor laufen. [...] Schiedsrichter Peters (Borussia M.Gladbach), der anstelle des zum Länderspiel nach Berlin gefahrenen Dr. Bauwens das Spiel leitete und sich dabei nicht gerade auszeichnete (Vorteilsregel!), ließ die Mannschaften trotz der Bitten der Alemannen sofort wieder antreten, also: Ohne Pause in die Verlängerung, in der bekanntlich das erste Tor sofort entscheidet. Und es fiel schneller als erwartet. Bereits nach drei Minuten war alles vorbei. Während die abgekämpften Alemannen vorne mit letzter Kraft wühlten, war auf der anderen Seite Berning auf Rechtsaußen durchgebrannt, flankte zum alleinstehenden Mittelstürmer Finken, der den Ball über den heranstürmenden Zolper hinweg vors Tor gab, wo der Linksaußen Dumoulin mit Ruhe ins verwaiste Alemannenheiligtum einschob. Einen Herzschlag lang lähmendes Entsetzen im Aachener Lager, doch da brauste schon der Jubel des Sülzer Anhangs los, der auf den Platz stürmte und seine siegreiche Mannschaft umringte."
(Echo der Gegenwart)

* letztes Spiel von Wilhelm Franken, der eine Woche später wieder für seinen Heimatverein Rhenania Würselen auflief

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